Praxistipp:
Häufigste Anwendungsfehler bei Benutzung bei Blechklemmen und deren Vermeidung!
Blechklemmen sind die am häufigsten eingesetzten Arbeitsmittel zum Manipulieren von Rohblechen. Auf Grund der Vielzahl an Anforderungen an die Klemmen, gibt es auch verschiedenste Ausführungen mit den unterschiedlichsten Eigenschaften. Im folgenden Artikel möchten wir Sie über die häufigsten Anwendungsfehler und deren Vermeidung hinweisen, um erhöhten Verschleiß, Beschädigungen oder gar Lastabstürze an Ihrer Blechklemme zu vermeiden.
Schlägt man die Klemme nicht exakt im Schwerpunkt des Blechs an, so wird dieses schief hängen. Es kommt zu Pendelbewegungen, dadurch werden die Zähne der Klemme extremen Belastungen ausgesetzt.
Folge: Die Zähne der Klemme verschleißen sehr schnell und es kann sogar zu Lastabstürzen kommen. Durch die starken Pendelbewegungen ist die Last sehr schwierig zu manipulieren. Abhilfe: Durch Einsatz von zwei Klemmen wird das Problem fast zur Gänze vermieden. Das lange Blech hängt wesentlich sicherer und kann gefahrlos manipuliert werden.
Blechklemmen mit starrer Aufhängeöse sind nicht für den Zweistrangbetrieb geeignet.
Folge: Die Aufhängeösen der Klemmen werden sich in Zugrichtung verbiegen.
Abhilfe: Statt Blechklemmen mit starrer Öse, werden Klemmen mit Schwenköse verwendet.

Hinweis: Ein Ansetzen der Klemmen mit starrer Öse in Zugrichtung ist ebenso nicht erlaubt. Zwar werden die Ösen nicht verbogen, aber das Blech kann aus den Klemmen rutschen, da die Zähne zu knapp an der Blechkante zu liegen kommen.
Jede Blechklemme besitzt zwei Zahnsegmente. Eine sogenannte Festbacke und eine bewegliche Backe. Für einen sicheren Transport eines Bleches müssen immer beide Backen in das Blech eingreifen können. Werden mehr als nur ein Blech gleichzeitig in eine Klemme gelegt, so greift an einem Blech nur die Festbacke, am anderen Blech nur die bewegliche Backe ein.
Folge: Die Bleche können aus der Klemme rutschen.
Abhilfe: Immer nur einzelne Bleche transportieren.
Damit eine Blechklemme die Last sicher halten kann, müssen sich die Zähne der Backen in das Blech drücken. Dies erfolgt über eine mechanische Hebelwirkung in der Klemme. Je höher das Gewicht der Last ist, desto stärker werden die Zähne in das zu hebende Blech gedrückt. Werden große Klemmen (für hohe Tragfähigkeiten) verwendet, so benötigen diese Klemmen auf Grund der inneren Reibung, bereits eine gewisse Belastung, damit die erforderliche Klemmkraft erzeugt werden kann. Werden große Klemmen, mit sehr niedrigen Lasten belastet, so kann die Klemmkraft nicht mit ausreichender Wirkung aufgebracht werden und die Zähne werden daher nicht mit der notwendigen Kraft in das Blech gedrückt.
Folge: Das Blech könnte aus der Klemme rutschen.
Abhilfe: Auch wenn dieses Problem sehr selten auftritt, sollte man darauf achten, dass die Klemme mindestens mit ca. 10% der angegeben maximalen Tragfähigkeit belastet wird.
Bei den meisten Klemmen sind, wenn Bleche von der Waagerechten in die Senkrechte gehoben, oder diese im Zweistrangbetrieb eingesetzt werden, Tragfähigkeitsabminderungen vorgeschrieben. Diese werden häufig nicht beachtet.
Folge: Die Klemme wird überlastet und kann dadurch beschädigt werden.
Abhilfe: Halten Sie sich immer an die vorgeschriebenen Abminderungsfaktoren, die in der jeweiligen Betriebsanleitung angegeben sind.
Sind die Zähne der Backen nicht mehr scharf, oder gar bereits ganz oder teilweise abgebrochen, kann das Blech nicht mehr sicher gehalten werden.
Folge: Lastabsturz! Bereits ein einziger stumpfer oder teilweise abgebrochener Zahn kann dazu führen.
Abhilfe: Kontrollieren Sie vor der Benutzung immer die Backen der Klemme. Die Zähne sollten scharf und sauber sein. Sind Zähne verschlissen oder abgebrochen, so muss die Backe ausgetauscht werden.
Hinweis: Ein Nachfräsen der Zähne ist unzulässig, da die Backen lediglich oberflächengehärtet sind und eine Nachbearbeitung zum Bruch der Zähne bei der ersten Anwendung führen könnte. Die Folge wäre ein Lastabsturz.
Oben angeführte Punkte sind lediglich ein kleiner Ausschnitt an Problemen die bei Fehlanwendungen entstehen können. Weitere wichtige Hinweise über die richtige Handhabung von Blechklemmen finden Sie in unserem Katalog ab Seite 171, auf unserer Homepage unter Downloads – Benutzerhinweise – Hebeklemmen und in der Herstellerbetriebsanleitung Ihres Produktes. Stellen Sie die Betriebsanleitung und die Benutzerhinweise Ihren Anwendern zur Verfügung und unterweisen Sie regelmäßig, um die Sicherheit und Gesundheit Ihrer Anwender weiter zu erhöhen und zu bewahren.
In Kürze - übersichtlicher und ohne Verwechslungsgefahr!
Wir haben die Anregungen unserer Kunden aufgegriffen und unseren Stempel für wiederkehrende Prüfungen optimiert.

Sebastian Schuhböck
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung an der HTL Hollabrunn, Abteilung Maschinenbau/Umwelttechnik startete Hr. Schuhböck seine aktive Berufslaufbahn bei der Firma KONE Aufzüge und Rolltreppen AG. In der Abteilung Projektmanagement konnte er das Know how in seinen Ausbildungsschwerpunkten Mechanik und Maschinenelemente vertiefen und zugleich um die Dimension der Projektierung erweitern.
Bei Hebetechnik wird Hr. Schuhböck das Team der Technik-Abteilung hinkünftig in den Bereichen Krananlagen, Sondertraversen, Sondergreifer und Planung von Montagen verstärken.
Balancer Gewichtsausgleicher
Modell YBF und Modell YBF-L
Tragfähigkeit 0,5 - 200 kg
Balancer Gewichtsausgleicher werden eingesetzt um den Bediener von der Gewichtskraft des Werkzeuges zu entlasten. Die konische Seiltrommel kompensiert das Eigengewicht der angehängten Last. Gewichte bis zu 200 kg können mühelos in vertikaler Richtung bewegt werden. Anwendungsbereiche sind insbesondere Punktschweißzangen, Nietmaschinen, Schlachtereimaschinen, Mehrfachschrauber etc.
Ausstattung und Verarbeitung

Balancer Modell YBF-L mit verlängerter Seilauszugslänge
Tragfähigkeit 1,5 - 130 kg

Modell YBA und Modell YBA-L mit Sicherheitseinrichtung bei Seilriß
Tragfähigkeit 9 - 70 kg
Balancer der Baureihe YBA haben sämtliche technischen Merkmale der Baureihe YBF. Als zusätzliches Merkmal besitzt diese Baureihe eine Sicherheitseinrichtung bei Seilriß. Bei unbeabsichtigtem Durchtrennen des Seiles oder plötzlichem Herabfallen der angehängten Traglast, wird das Seil automatisch gestoppt, so dass es nicht durch die Federkraft schlagartig in das Gehäuse eingezogen wird und eventuell umstehende Personen verletzen kann.
Diese Baureihe wird vornehmlich dort eingesetzt, wo erhöhte Sicherheitsanforderungen bestehen oder widrige Umgebungsbedingungen herrschen (Funkenflug etc.), welche Beschädigungen des Seiles herbeiführen können. YBA Balancer sind wahlweise mit Standard- oder verlängertem Seilauszug lieferbar.

Balancer Modell YBA-L mit verlängerter Seilauszugslänge
Tragfähigkeit 9,0 - 70 kg

Hebetechnik GMBH
Wiener Straße 132a
A-2511 Pfaffstätten
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Fax: 02252/221 33 – 22
Servicestützpunkt West
Gewerbestraße 10
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